Malcolm
Malcolm
Die Kleine ist ein liebenswertes Stück, das mit ihrer niedlichen Schmollschnute ganze Städte schmelzen kann.
Wenn sie schläft.
Bei vollem Bewusstsein und noch hinter dem Steuer wird sie zum innereienfressenden Östrogen-Zombie!
So ein Arschloch! Verf*** Drecks***!!! Malcolm, hast du das geshen? JA, DU SCHLAMPE, dich mein ich, verpiss dich! Ooooohhh!!! Du blödes abgef*** *****!!!
Sag mal, wer hat dir eigentlich... Argh! Hau ab! Das glaub ich jetzt nicht, was soll das denn jetzt?!?
Sowas regt mich voll auf!
Ach, echt jetzt?
Hast du das etwa nicht gesehen?
Jetzt sei doch mal nicht so aggressiv?
Wo bin ich bitte aggressiv?!?
Du bist gerade aggressiver, als Hitler auf Koks!
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Wann müssen wir abfahren?
Kamener Kreuz.
Wann kommt das?
Schau doch auf die Karte!
...
Und?
Was, und?
Hast du es gefunden?
Jupp.
Ja und?!? Wo ist es?
Hinter Ham.
Wo ist denn verdammt nochmal Hamm?
Vor Dortmund.
UND WIE WEIT IST ES DENN NUN?!? (Die Stimme überschlägt sich)
5cm auf der Karte. Scheiße, was soll ich denn sagen? Wir sind gerademal bei Herford!
... (Ihr Auge überschlägt sich nun. Zeit den Kopf einzuziehen.)
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Nenn mir eine Eigenschaft an mir, die dich nervt und mich gleichzeitig liebenswert macht.
Eine Frage, die nur einer Frau einfallen kann. Ich habe Angst davor sie zu beantworten und ich habe Angst davor sie nicht zu beantworten. Was tue ich bloß? Genau das was jeder Mann an meiner Stelle tun würde: Das Falsche.
Deinen Drang alles so pedantisch organisieren zu wollen.
Wenn ich nicht daran gedacht hätte, hättest du wahrscheinlich dein Handy-Ladegerät vergessen. Bleistifte und Papier, deine Kamera, was zu trinken, deine Shorts, was zu essen, dein Jacket, eine Zahnbürste und wahrscheinlich sogar noch das Auto!
Warum... Warum erzählst du mir das jetzt?
Das macht mich nicht liebenswert, das macht mich zu deiner Lebensretterin!!!
Ab jetzt rede ich nicht mehr mit dir. Sieh mal zu.
Memo an mich: Schlaganfall vortäuschen, wenn die Kleine wieder Fragen der Kategorie A* stellt. Gerne auch während der Fahrt die Tür aufreißen und rausspringen. Der Tod ist wenigstens mit weniger Schmerzen verbunden.
*Kategorie A: Eine Frage, die grundsätzlich das Verderben des Mannes bedeutet. Nicht nur, dass die Frage grundsätzlich nicht richtig beantwortet werden kann, selbst keine Antwort bedeutet das vorzeitige Ende des männlichen Friedens...
Die Kleine
Sonntagmittag kurz vor dem Aufstehen erfolgt ein Griff von Malcolm an meinen Hintern. Nach kurzen Tasten, folgt ein kurzer aber aussagekräftiger Dialog.
Der Herr meint “Der Sport macht sich bezahlt. Dein Hintern wird langsam fester.”
Die Kleine meint “Danke. Hättest aber mal früher was sagen können wenns schwabbelt.”
Der Herr meint “Ich bin halt tolerant.”
Die Kleine greift zur Keule…
Malcolm
Die Kleine und ich fahren nach Hamburg, um Freunde zu besuchen. Wie üblich übernimmt
sie das Packen, da ich nicht imstande bin den Inhalt eines (sehr großen) Kleiderschrankes in einen Koffer zu zwängen. Immerhin fahren wir ein ganzes Wochenende in den Norden und wer weiß wozu die Kleine Lust hat. Also anziehtechnisch.
Scheiße, ist das schwer! Was hast du da drin?
Kissen und Handtücher, wenn Dennis schon nichts da hat..?
Wir kommen mit einem Koffer, einer großen Tragetasche, zwei kleinen Umhängetaschen und deiner Handtasche an. Pass auf, da kommt bestimmt gleich ein Spruch von ihm!
Kannst du mal die Klappe halten? Das nervt mich jetzt schon!
Ich sag's ja nur..! Ich kenn doch meine Pappenheimer...
Die Tür öffnet sich.
Dennis: Verdammt!
Was habt ihr vor? Warte mal, da muss ich ein Foto machen...
Siehst du?
Schnauze.
Malcolm
Wie findest du das?
Es ist eine Brosche in Form einer Libelle. Es funkelt.
Und wie findest du es?
Es ist eine Brosche! Wie soll ich es schon finden?
Gefällt es dir oder nicht?
Ich weiß es nicht! Was funkelnden Kitsch angeht, sind wir Männer nunmal immun gegenüber Gefühlsregungen.
Außer wir müssen es bezahlen.
Die Kleine
Ich will nie wieder eine Frage hören, die in etwa so klingt: Krümel, wo ist…? sonst raste ich wirklich aus. Verbarikadiere dich in deinem Spielzimmer alias Arbeitszimmer und suche deinen Scheiß gefälligst alleine…
Meine Worte vor ein paar Tagen in einem Wutausbruch und ich bereue sie. Denn nun ist er gezwungen sein Chaos durch zu wühlen, zu sortieren und in die richtigen Ordner abzuheften. Ich sitze daneben (wegen seines Wunsches nach Gesellschaft) und überlege inzwischen, was sich besser für einen Totschlag im Affekt eignet. Die spitze Kante eines Aktenordners, eine starker Schlag mit der Tastatur auf den Kopf oder eine brutale Zerstückelung mit dem Locher…
Es lebe der Sonntagnachmittag.
Malcolm
Übrigens, dein Auto ist nicht angesprungen.
WAS?
Dein Auto ist nicht angesprungen. Ich hab´s
versucht, es hat nur komische Geräusche gemacht.
Was für komische Geräusche, verdammt Scheiße???
Hey, jetzt reg dich nicht gleich so auf!
Es geht hier um mein Auto! Da reg ich mich auf, wie
ich will! Was für Ge-räu-sche?
Keine Ahnung. Sowas wie Jjjjjjj... Jjjjjjjj....
Jjjjjjjj..? Was heißt Jjjjjjjj?
Was weiß ich? Bin ich Autoexperte? Jjjjjjjj
eben. Du drehst den Schlüssel und es macht Jjjjjjjj.
Macht der Motor, dieses Jjjjjjjj?
Ich hab gesagt, ich weiß es nicht!
Jetzt wirst du laut.
Weil du mich aufregst!
Es geht hier um mein Auto!
...
Oh nein, was ist jetzt?
Du nervst mich.
Jjjjjjjj???
Malcolm
...und schließlich klärte sich der Traum
auf, weil die Leiche sich nicht bewegte. Folglich hatte die Frau es geschafft,
ihren eigenen Mord zu verhindern. Ich gebe zu, ganz schön verwirrend,
he?
Willst du nicht wieder schlafen?
Warum? Jetzt bin ich auch wach. Das wolltest du doch,
als du mich geweckt hast, oder?
Aber du redest so viel!
Ich dachte das ist genau das, was du immer wolltest..!
Du beschwerst dich doch sonst immer, dass ich zu wenig erzähle.
Das tust du doch nur, weil du nichts mehr zu lesen
hast. Willst du nicht raus, eine rauchen und dein Urlaubstagebuch führen?
Warte mal... Du hast mich geweckt!
Hab ich garnicht!
Wie sollte ich sonst die Geräuschkullisse deuten,
die du veranstaltet hast?
(Lautes Wäsche zusammenlegen, räuspern, stampfen, Klimaanlage
ständig verstellen, damit es piept...)
Willst du nicht Glennkill
lesen, oder dieses Florian
Illes Buch?
Was ist mit dir? Normalerweise fühlst du dich
doch sonst fiesestens vernachlässigt!
Ich habe das Dösen für mich entdeckt.
Ok, ich geh jetzt aufs Klo. In der Zeit kannst du
mir das Buch holen und ich lass dich dann in Ruhe.
...
Kurze Zeit später. Ich habe das Buch selbstverständlich selber herausgesucht.
Ich sage dir eins: Dieses Buch lese ich im Urlaub
durch. Und wenn ich nur einmal "Ich fühle mich soooo vernachlässigt!"
höre, knallt es, Baby!
...
Brauchst garnicht so schäbig grinsen!
Gerade als ich die letzten Zeilen in mein Reisetagebuch schreibe (demnächst
hier nachzulesen), die ich
nach 5 Seiten Glennkill
lesen schnell notiert hatte, um nicht zu vergessen wie mir mein morgen "interessant"
gestaltet wurde, dreht sich die Kleine um und sc haut mich mit großen
Rehaugen an. Ich weiß was sie denkt und sie weiß auch, dass
ich weiß was sie denkt. Wir beide wissen, dass sie nun wieder beschäftigt
werden will. Nach kurzem gegenseitigem Anstarren:
Schreibst du gerade über miiiiihiiiich?
Liebchen, worüber sonst?
Malcolm
(Die Kleine singt vor sich hin...)
Cheffette
macht Malcolm doppelt so fett!
Cheffette macht Malcolm doppelt so fett!
Cheffette macht alle Menschen richtig fett!
Cheffette macht Malcolm doppelt so breeeeeiiiiit!
********
Fass mich nicht an, du stinkst!
********
Komm schon, beweg dich. Du bist so faul, die Einheimischen ekeln sich sogar vor dir!
********
Malcolm, du spritzt den Hund nicht mit dem Wasser
an, der erschrickt sich schon von allein, wenn er dein Bauch sieht..!
(Anm. Jeden morgen gegen 4.00 fing der Nachbarshund an zu bellen. Einfach
so. Ohne Grund. Stunden lang...)
Malcolm
Wenn die Freundin eine deiner Taschen nimmt, du immernoch genügend
zur Auswahl hast und dich trotzdem darüber ärgerst, dass sie die Tasche
mit einer Stoffblumenapplikation, als schmückendes Element, verwei(ch)blicht,
dann ist das der Moment, in dem du über das Wort "Ironie"
sehr lange nachdenkst...
Malcolm

Malcolm
Die Sendung ist ja wirklich cool, aber...
Die ist großartig! Und ich muss es dir jetzt
sagen: Wären wir beide nicht zusammen, dann wäre es jetzt die
Kuttner!
...
Ja, was?
Du meinst wohl: Wären wir nicht zusammen, würde
ich mich auf die Suche nach dir machen!
Äh... Ja, genau. Das meinte ich..!
Der Blick! Scheiße, dieser Blick!!!
Malcolm
"Du kannst nicht ins Wasser?"
"Warum das denn?"
"Auf Barbados gibt es Haie. Und die denken
du bist eine große, weiße Robbe.
Aber... am Strand kannst du auch nicht bleiben. Die Leute denken, du bist
ein weißer Wal!"
*********
"Was ist das?"
"Frühstück"
"Das kommt mir nicht in den Einkaufswagen,
oder willst du noch fetter werden?
Oh... Entschuldigung...
...geht nicht!"
********
Das kommt weg, das kommt weg, das ziehst du nicht
mehr an, das kann auch in die Altkleider, das passt dir eh nicht mehr...
Rühr das Shirt an und ich brech dir die Finger!
Was willst du denn noch damit? Es ist hässlich!
Ich kann es anziehen, wenn du nicht dabei bist.
Ich will nicht, dass die Leute dich dann sehen und
wissen, dass so etwas hässliches zu mir gehört!
Malcolm
Schau mal was ich gefunden habe...
Was ist das?
Das, liebe Unwissende, ist der TODESMAGNET!
Wozu brauchst du das?
Die Frage die sich hier vielmehr stellt ist:
Wofür kann ich es NICHT gebrauchen!
Das Ding passt doch auf keine Magnetwand!
Hier bleibt noch die starke Affinität der Kleinen zu Dingen zu erwähnen, an denen man Dinge hängen, kleben oder pinnen kann. Nicht zu verwechseln mit ihrem Wahn Dinge zu sammeln, in denen man Dinge aufbewahren kann. Diese stapeln sich inzwischen so sehr, dass sie nun Dinge kauft, um die Dinge hineinzutun, in denen man Dinge aufbewahren kann.
Ich könnte mich dran hängen.
Das kannst du nicht! Es hält nur 83 Kilo aus
und überhaupt braucht das kein Mensch!
Schau, steht
sogar da: Mein Ratschlag: Kaufen Sie doch einen kleineren Magneten!
Was verstehst du schon davon...
Sowas kommt mir nicht in die Wohnung. Basta!
Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen!
Malcolm
Und dann war da noch der freundliche eplus-Typ, der mich anrief, um mir
ein sensationelles Angebot zu unterbreiten (hier
nachzulesen).
Um vorab die Wogen zu glätten, rief ich die Kleine an der Arbeit an.
Selbstverständlich nur um mal zu hören wie es ihr geht und ganz
nebenbei zu erzählen was für ein Schnäppchen ich gerade geschossen
habe.
...umsonst telefonieren, SMS schicken und weißte
was noch? Ich krieg ´n Handy für lau dazu!
Malcolm...
...Ja?
Leises Schnaufen auf der anderen Höhrerseite
Kann ich dich denn keine 2 Stunden alleine lassen?
Ich habe hier etliche Kinder mit sozialen Störungen, die man länger
allein lassen könnte, als dich!
Aber..!
Malcolm, mit wem telefonierst du schon? Du
HASST es zu telefonieren!
Aber..!
Wir reden da heute abend nochmal drüber...
Die Kleine
Meine Ahnen und Familie hätten sich jetzt sicherlich gewünscht,
hier würden ihre Namen und damit verbundenen Philosophien über
das Leben erwähnt werden. Doch nehmen wir ein Beispiel: „Mein
Kind du lernst nur für dich und dein zukünftiges Leben, nicht
für uns!“ dabei lässt der Blick, den die Elternschaft auf
das Kind wirft doch verraten, bei der nächsten schlechten Note verzichtest
du lieber aufs Spielen und lernst noch 2 Stunden mehr pro Tag. Oder? Liebe
Elternschaft, was soll unser eins daraus lernen? Als Kinder wussten wir
schon, wir leben in einer unterdrückten Gesellschaft und können
unser in dieser hierarchischen aufgebauten Struktur nicht entfalten. Wir
wollten Spaß, Freizeit und Süßigkeiten. Ach ja und im Osten
wollten wir Kinder noch Bananen und Westfernsehen.
Nein, meine mir in liebvoller Erinnerung behaltenden Weisheiten des Lebens
habe ich in den letzten vier Jahren von einem Mann namens „el keyso“
mit auf den Weg bekommen.
Von ihm habe ich begriffen, dass Frau Mann zum Wahnsinn treiben kann. Der
Männerwelt ist diese Phänomen schon seit Jahrtausenden bekannt,
im letzten Jahrhundert hat es sich in der Bevölkerung aber dramatisch
ausgeweitet. Meine Erklärung wäre zu dieser Problematik: Es liegt
an „sex and the city“, Schuhläden, Menstruation, Aussagen
wie „Komm schatz, lass uns bummeln gehen.“ und der Erfindung
des BH Verschlusses? Doch Frau versteht Mann einfach nicht und macht ihn
ganz irre. El keyso hat diese ganze Erlebniswelt in einer kurzen Erklärung
ausgedrückt, die wohl für viele Situationen anwendbar ist. „Ich
geh in einen Laden rein, probiere, kaufe und geh nach Hause. Du hingegen
gehst in einen Laden, schaust dich Stunden um. Probierst Sachen, die du
dir nicht leisten kannst und fragst dann, ob wir nicht doch in den ersten
Laden zurück können. AAAAAAAARGHHHH!!!“
Dann verstehen Mann und Frau zwei sehr differenzierte Meinungen von Arbeitsteilung.
Frau fragt: “Schatz, kannst du bitte die drei shirt`s bügeln?“
Diese Aussage schließt natürlich nicht im Geringsten das Fragezeichen
mit ein. Beim Mann bekommt Arbeitsteilung eine ganz andere Bedeutung. Beispiel:
Frau hat nach Jahren der Erfahrung gelernt, nicht zu fragen sondern Aufgaben
zu verteilen.
Mann bekommt Aufgabe zu bügeln.
Mann: „Was soll ich bügeln?“
Frau: „Alles im Wäsche Korb.“
Mann: „Wo ist der Wäschekorb?“
Frau: „Im Schlafzimmer“
Mann: „Ich find Ihn nicht, kannst du ihn mir
bringen?“
Frau geht ins Schlafzimmer, holt den Korb der direkt auf dem Bett steht
und bringt ihm Mann. Die Situation wiederholt sich mit dem Bügeleisen,
dem Bügelwasser und dem Bügelbrett. Nicht zu vergessen, Mann hätte
gerne zwischendurch was zu trinken und zu knappern.
„Du hast aber den Strohhalm vergessen, kannst
du mir einen bringen?“
Nach 3 Stunden getaner Bügelarbeit, die Mann im Sessel vor dem Fernseher
vollbracht hat, schaut er Frau an: „Siehst du,
geht viel schneller, wenn du mir hilfst!“ und lächelt
zufrieden.
Eine andere Weisheit des el keyso wäre, die der Östrogenminuten. Aber die heb ich mir für ein anderes mal auf, falls Bedarf besteht.
*el keyso ist eine Anspielung auf Malcolms Spitznamen
Malcolm
Mach dich mal nicht so fett! Jetzt bedräng mich
nicht so! Rutsch wieder rüber! Ich kann das grad echt nicht haben! Oh Malcolm,
ich kann so nicht schlafen! Rutsch...
RUMMS!!!
Schon ok, hab mir nichts getan!
´Tschuldige, darf ich... also... Kannst du mir mal erklären,
wie 160 Zentimeter knapp 3m²
ausfüllen können?
Ich verkneife mir sie darauf hinzuweisen, dass Braunschweig viele rote
Backsteingebäude hat. Und “die Stadt” recht weitläufig
ist. Stattdessen:
“Hä???”
Wann lernen Frauen endlich, dass wir keine Gedanken lesen können und
auch nicht wollen!
Und: Ist es zuviel verlangt von einer Spezies einem Geschlecht, das den
ganzen Tag nichts anderes tut, als reden, zu erwarten sich klar und deutlich
auszudrücken?
Fragen über Fragen…
Aus meinem Buch (Erscheinungstermin irgendwann in den späten 50ern) Monologe einer Frau - oder: Sie redet… sie sagt etwas, aber ich verstehe sie einfach nicht!
E-Mail Verkehr zwischen mir und G.
Vorgeschichte: Ich beneide die Kleine jetzt schon um ihr Geburtstagsgeschenk
(das in vier Monaten geschenkt wird).
…du kriegst dann was anderes tolles…
Oder warst du etwa mit deinem geschenk dieses jahr nicht zufrieden?!
komm mir jetzt nicht so!
das geschenk von euch war großartig! das buch nehme ich immer mit
zum rauchen, weil es sich nicht lohnt ein paar seiten zu lesen, um dann
wieder reinzugehen.. ein super geschenk!
Das hört sich jetzt grad nach bildzeitung an…
Naja, ich will jetzt nicht weiter nachbohren…
ääähhh..!
typisch - sowas musste falsch verstanden werden!
Ich glaub das ist so ein männer- frauen- ding…
nein… tatsächlich ist das grunsätzliche
falsch verstehen ein reines frauenproblem!
Oder das falsch ausdrücken ein männerproblem!
neinneinnein, da darfst du etwas nicht verwechseln!
also bekanntermaßen ist der mann ein schweigsames stück, das
nur selten zu wort kommt auch mal gerne fünfe gerade sein lässt.
sollte es, zum beispiel, nun zum stress zwischen mann und frau kommen, hat
man keine zeit und keine luft, um sich undeutlich auszudrücken, also
sagt man frei heraus was sache ist.
gemeinhin fasst die frau genau das falsch auf, nämlich aus folgendem
grund: sie sagt nicht frei heraus was sie denkt, sondern um diverse ecken.
und das aus zwei verschiedenen gründen.
grund 1: der mann hat doch zu wissen was die frau denkt! wo generationen
von hellsehern scheitern, wird von dem mann verlangt genau zu wissen was
die frau will. vielleicht einerseits weil sie es selbst nicht weiß,
andererseits…naja…prinzessinnenkomplex. noch fragen?
Meistens ist er ja auch nicht so schwer zu wissen, was frauen denken…
es ist doch immer das gleiche, sag ihr, dass sie die schönste, klügste,
beste etc ist, das jeden tag auf unterschiedliche arten und sie wird nie
böse werden…
ok, ein punkt für dich…
grund 2: es ist tatsache, dass frauen durchschnittlich 23000 wörter
pro tag, männer hingegen nur knapp 12000 wörter pro tag sagen.
was zeigt uns das? in 23000 ist viel mehr platz für missverständnisse,
als in 12000!
allein die logik in diesen beispielen zeigt, dass frauen nicht nur diejenigen
sind, die alles falsch verstehen (wollen), sondern diejenigen sein müssen,
die sich unklar ausdrücken!
keine weiteren fragen…
Das ist aber jetzt unlogisch, wieso gibt es dann zwischen frauen
weniger missverständnisse?!
MIIIIIIIIEEEEEEEEEP!!! falsche antwort! das ist nämlich
so nicht ganz richtig! hab ich dich!
nehmen wir als beispiel den fall, als u. dachte, dass ich sauer auf ihn
war. was habe ich getan? ich habe dort angerufen und die sache richtig gestellt.
und alles war gut!
was wäre passiert, wenn einer frau zugetragen worden wäre, dass
eine andere frau auf sie sauer wäre (so geschehen bei der Kleinen und
k., vor ein paar jahren). meinst du auch nur einer der beiden personen hat
sich bequemt sich bei der anderen zu melden? nein! und da spielt das prinzessinnenkomplex
wieder eine große rolle: wenn es nicht so läuft, wie frau es
will, ist man erstmal eingeschnappt…
Aber nur, wenn Männer erzählen, dass die andere Frau sauer
ist, sonst bekommen Frauen das ganz gut hin… es sei denn, es sind
richtige Zicken…
…läuft es nicht so, wie man(n) es will,
sagt man es und hofft, dass es nicht nur zur kenntnis genommen, sondern
auch die möglichkeit in betracht gezogen wird, dass man(n) recht hat.
sollte dem nicht so sein, schmollt man(n) kurz und vergisst (ein hoch auf
unser kurzzeitgedächtnisdefizit!) es schnell wieder.
oder kurz: was meinst du wer von uns beiden nachtragender ist?
Ich hasse euere Hühnchengedächnis!
U., der ist immer noch auf Typen aus der 4ten Klasse sauer!
nein..! jetzt untergrabe nicht meine theorien!
moment… ich hab´s: ausnahmen bestätigen die regel. und
jetzt du!
Ich bin sau nachtragend, bin ich jetzt auch ne Ausnahmeerscheinung?!
wieso sollst du eine ausnameerscheinung sein, wenn
ich dem durchschnittlichen östrogenmonster vorwerfe nachtragend zu
sein?
liebchen, so läuft das nicht!
wir sind vom thema abgekommen. eigentlich ging es doch darum, dass frauen
sich verständlicher ausdrücken müssen, um in zukunft die
frage wer nachtragend ist und wer nicht, aus der welt zu schaffen!
„durchschnittlichen östrogenmonster“ bin ich etwa
auch so was?!
findest du “östrogenmonster” unhöflich?
oh…
„wieso sollst du eine ausnameerscheinung sein“ wieso
sollte ich nicht?!
na, weil du gesagt hast, du bist nachtragend. und
da ich glaube, dass das nachtragend-gen mit dem y-chromosom übertragen
wird, steht wohl jetzt fest, dass du nicht die ausnahme, sondern die bestätigung
meiner theorie bist! ha!
Das ist aber unlogisch von dir, wenn frauen nachtragender sind, dann
drücken sich doch die Männer falsch oder zu „unweiblich“
aus…
versteh ich nicht..! (ha!)
zu kleines gehirn?!
bah, wie garstig!
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Malcolm
“Würdest du auch so ein SOS-Team rufen,
um mein Zimmer umzugestalten?”
Die Kleine: “Wieso, was willst da überhaupt
gemacht kriegen?”
“Keine Ahnung… Mehr Platz vielleicht?”
“Damit du dich in deiner Fettheit noch mehr
ausbreiten kannst???”
——
“Geh runter von Morti*! Du machst ihn mit deinem fetten Gewicht kaputt!”
*Morti ist unser Ledersessel
——
“Finger weg!”
“Lass mich doch mal!”
“Na! Wirst du wohl..?”
“Ich will doch nur mal was gucken…”
“Ich will das nicht! Was soll das?”
“Empfängst du was?”
“Was???”
“Nee, da brauch ich kein Finger. Die sind
ja groß genug!”
“Lass sie in Frieden!”
“Du musst was empfangen, so groß wie
deine Ohren sind! Kein Wunder - bei dem Kopf!!!”
——
“Ich schreie..!”
“Mach doch!”
“AAAAAHHHHHHH…”
——
“Du lässt mich hier alleine, ich verletze
mich schwerst tödlich, am laufenden Band, gebe Geld für Scheiße
aus und nun willst du auch noch, dass ich koche? Das kannst du nicht! Ich
bin nicht selbstständig genug!”
“Frisst du deswegen soviel und wirst fetter
und fetter?”
——
“BOMM…!!! BOMM!!!…………BOMM!
BOMM! BOMM! BOMM…BOMM……….BOMM…….”
“Hast du´s bald?”
“BOMM!!!BOMM!!!BOMM!!!BOMM!!!BOMM!!!”
“Hörma´… Das ist schon beim
ersten Mal nicht witzig. Kann ich jetzt in Ruhe in die Küche gehen,
ohne dass du meine Schritte synchronisierst?”
“BOMM…”
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Malcolm
“Wollen wir verrückte Abenteuer erleben,
heute abend?”
“Ja, klar! Mit Piraten, Cowboys und Dinosaurier!
Los, zieh dir deine Piratenschlampenkostüm an und wir zischen los!”
“Jaaaa! Gib mir zwei Minuten!”
“Meinetwegen kannst du auch drei haben!”
Die Kleine torkelt beängstigend langsam aus dem Zimmer und dreht sich
um,
“Gib mir lieber zehn!”
Eigentlich fies, die Kleine im Delirium so zu verarschen…
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Die Kleine
Eine schlaflose Nacht später, in welcher ich gepeinigt wurde von furchtbaren Halzschmerzen und Hustenattacken, kam dieser Sms Wechsel zustande.
”Ich glaube, ich muss sterben.”
“nein! so schnell stirbt man nicht! du hast
ja keine männergrippe! sondern fraunenhusten! das ist halb so wild!
das wird schon wieder!”
Und das von dem Mann, der noch vor 4 Tagen zuvor großspurig beschrieben
hatte, er wisse wie er mich zu pflegen hätte. Ich solle mich doch mit
einem Kommentar bei ihm bedanken und allen vorschwärmen, wie toll er
das immer mache.
Wenn er mich doch wirklich nur ein wenig kennen und verstehen würde,
dann wüßte er auch das nur die kleinste Form von Vernachlässigung,
fehlender Empathie und mangelnder Aufmerksamkeiten mein Befinden noch weiter
sinken lässt.
(Anmerkung: Hier ist die sogenannte Männerliste zu finden)
Malcolm
“Ich geh duschen..”
“Hast du nicht gestern schon geduscht?”
“Nein, vorgestern!”
“Boah, hau ab - du stinkst!”
“Ich brauche heute ganz viel Liebe!”
“Mhm…”
“Sonst werde ich zum Östrogenmonster.
Ich bin näm…”
“Du bist ein Östrogenmonster!”
“…lich ganz sensibel..!”
“Kleines, ab heute keine Kekse mehr! Versteck
die Biester vor mir! Die Waage wollte mich gerade eben ficken!”
“Was denn? Ich hab dir doch gesagt, dass du
fett bist! Wolltest du mir glauben? Nein!”
“Könntest du andere Musik im Badezimmer anmachen? Es klingt als wäre Krieg!”
“Ich will was Schönes…”
“Und an was genau denkst du?”
“An was Schönes…”
“Grenz es wenigstens ein! Herzhaft? Süß?
Was zu trinken Schrägstrich essen?”
“…”
“Was ist jetzt schon wieder los?”
(Gänzlich außer sich) “Warum kannst
du eigentlich keine Gedanken lesen?”
“Dein neuer Kosename wird demächst ‘Unfallopfer’ lauten, du Gelenkspastiker. Du jammerst und heulst doch jetzt schon wegen dem bisschen Muskelkater…”
“Du herzloses Monster!”
“Huh! Das hab ich vergessen! Danke!”
“Du hast kein Frühstück gemacht!”
“Soll ich jetzt noch?”
“Nein! Jetzt hab ich keinen Hunger mehr!”
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Malcolm
“Aber du machst nicht mehr so lange, oder?”
“Neiiin… Soll ich nun vor dem Wochenende
fertig werden, damit du nochwas von mir hast, oder nicht?”
“Dann verzichte ich lieber auf eine Stunde,
am Wochenende. Nur komm nicht zu spät ins Bett, ja?”
“Nu´ lass mich mal weiter arbeiten, denn
um so schneller komm ich in die Kiste und am Wochenende muss ich dann nichts
mehr machen!”
“Ich geb dir Zeit bis 23.00, ja?”
“…Ok…”
Mit einem Schnauben verlässt die Kleine sichtlich angesäuert das Zimmer, unter extremer Vernachlässigung lässt sich nunmal leichter schmollen und überhaupt und sowieso - die Welt ist böse!
Ich reiße die Tür auf..
“Ey! Was soll das werden?”
“Was denn?”
“Das weißt du genau! Was ziehst du da
für ein Gesicht?”
“…”
“Und stampfen brauchst du auch nicht! Davon
werde ich auch nicht schneller fertig!”
“Ich kann das Zimmer so verlassen, wie ich
will! Und wenn ich raus hüpfe!”, stampft die Kleine, mit
ihren flauschigen Emily the Strange Katzenkopfpantoffeln, auf die Kacheln.
“Jetzt zieh nicht so ´ne Fresse, komm
hier wieder rein und hüpfe wieder raus!”
“Du kannst mich mal!”
Der letzte Satz fällt in letzter Zeit auffallend häufig! Ich mache mir Gedanken Sorgen um die Erziehung der Kleinen und nehme mir vor, demnächst härtere Strafen zu verordnen. Sie tanzt mir schon viel zu lange auf der Nase herum! Und nach außen hin sieht es auch noch so aus, als würde ich nach Ihrer Pfeife tanzen müssen! Unlängst wissen die Kollegen in der Agentur, dass ich husche, wenn sie den Raum betritt. Und seitdem die Kleine ihren Redefluss bei der letzten Eintracht Braunschweig Veranstaltung freien Lauf gelassen hat, denkt jeder, bei meinem Zweitjob, dass ich die geborene Hausschlampe bin, die jeden Sonntag die Wäsche bügelt, der Kleinen regelmäßig den Tee vorsetzt und jede Anweisung mit “Darf es noch etwas sein, eure krümelige Hoheit?” im Mundwinkel, befolge.
Ich denke daran die Supernanny einzuschalten. Den Bogen habe ich ausgefüllt vor mir liegen…
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Malcolm
Nach meiner Bitte mir 2,50€ für eine Tüte Fish & Chips
zu leihen:
“Nä, gibt´s nicht, du fettes, fettsüchtiges
Fettmolekül!”
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